Über die Publikation
Regionale Bewirtschaftung von Biomasse

Regionale Bewirtschaftung von Biomasse

Eine stoffliche und energetische Beurteilung der Nutzung von Agrarflächen mit Energiepflanzen


Teil des BEW-Projektes "Energiegras und Feldholz"

Daniel Müller, Daniel Oehler, Peter Baccini
 

1. Auflage 1995
126 Seiten, Format 21 x 29.7 cm, broschiert
zahlreiche grafische Darstellungen
CHF 56.00 / EUR 32.00 (D)
ISBN 978-3-7281-2213-1

vergriffen - keine Neuauflage geplant

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Wie kann man das ökologische Potential der landwirtschaftlichen Flächen optimal nutzen? Nach welchen Kriterien lässt sich der Anbau von Nahrungsmitteln, nachwachsenden Energieträgern und Werkstoffen beurteilen?

Die landwirtschaftliche Produktion beansprucht im Schweizer Mittelland den grössten Flächenanteil (> 50 %). Ökologisch betrachtet bildet sie das grösste regionale Potential an erneuerbaren Ressourcen. Für diese Region wurden die wichtigsten Biomasseflüsse in einem Stoffhaushaltsmodell quantifiziert, die Flüsse der Elemente Kohlenstoff, Stickstoff und Phosphor berechnet sowie eine Energiebilanz erstellt. Verschiedene Szenarien zeigen, welche Auswirkungen der Anbau von Energiepflanzen (Chinaschilf, Energiegras, Gehölzpflanzen) auf den regionalen Stoff- und Energiehaushalt hätte.

Die Hofdüngerbewirtschaftung ist heute für den Energiehaushalt unwichtig, nicht aber für den regionalen Stickstoffhaushalt. Sie sollte daher vor allem auf die Verminderung der Stickstoffverluste und erst in zweiter Linie auf eine maximale energetische Verwertung ausgelegt sein. Hofdünger und Ernterückstände beinhalten dennoch ein bislang ungenutztes Energiepotential, das ausreichen würde, um Betriebe mit einer Fläche ab 20-30 ha energieautark zu gestalten. Ihr Energiepotential ist etwa gleich groß wie dasjenige von Chinaschilf auf einer Anbaufläche von 10 % der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Das Biomasse-Energiepotential kann am besten ausgeschöpft werden, indem Energiepflanzen gemeinsam mit Hofdüngern und Ernterückständen vergoren werden. Mit verfahrenstechnisch ausgereiften Systemen könnten dadurch gleichzeitig die Stickstoffverluste verringert werden.


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