Über die Publikation
Klimaänderung und mögliche langfristige Auswirkungen auf die Vegetation der Schweiz

Klimaänderung und mögliche langfristige Auswirkungen auf die Vegetation der Schweiz



Felix Kienast
 

Nationales Forschungsprogramm "Klimaänderungen und Naturkatastrophen" (NFP 31), Schlussbericht

1. Auflage 1998
72 Seiten, Format 16 x 23 cm, broschiert
zahlreiche Abbildungen, Pläne und Tabellen
CHF 44.00 / EUR 29.90 (D)
ISBN 978-3-7281-2484-5

vergriffen - keine Neuauflage geplant

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Wie würde sich eine Klimaveränderung auf die Vegetation der Schweiz auswirken? Mit verschiedenen Computermodellen wurde eine ökologische Risikoanalyse durchgeführt: Bei einer Erwärmung wird sich die potentiell natürliche Vegetation an vielen Standorten verändern; man kann z.B. von einem Vorrücken des Laubwaldgürtels in höhere Lagen ausgehen. Bei starker Erwärmung könnte ein Eichen-Hainbuchengürtel den heute im Mittelland dominierenden Buchengürtel ablösen.

Eine Veränderung der potentiellen natürlichen Vegetation bedeutet aber nicht zwangsläufig, daß sich die Artenzusammensetzung unserer Wälder verändert, denn bei rund 25% aller Waldbestände entspricht die aktuelle Baumartenzusammensetzung nicht der natürlicherweise erwarteten.

Bei moderatem Temperaturanstieg ohne Niederschlagserhöhung wird sich voraussichtlich der Anteil schlecht angepasster Bestände um rund 5 - 10%, bei starkem Temperaturanstieg um 10 - 30% erhöhen. Diese müssten erst von besser angepassten Baumarten besiedelt werden.

In den inneralpinen Trockentälern ist bei starkem Temperaturanstieg in Tieflagen mit einer Versteppung zu rechnen, wenn keine trockenheitsresistenten Arten einwandern. Bei Erwärmung ohne Niederschlagserhöhung sind vor allem im Mittelland artenreichere Waldbestände zu erwarten. Diese werfen aber vermutlich einen bedeutend geringeren Holzertrag ab als die heutigen Wälder.


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